Charles Hallgarten

Die Charles-Hallgarten-Schule wurde 1913 als 3. Hilfsschule in Frankfurt gegründet und nach dem Philanthropen Charles Hallgarten benannt. Charles Hallgarten wurde am 18. November 1838 als Kind jüdischer Eltern in Mainz geboren. 1851 wanderte die Familie nach Amerika aus und gründete in New York die Charles-Hallgarten-Bank. Charles Hallgarten lernte das System des amerikanischen Wohltätigkeitswesens kennen, das vorwiegend auf Privatinitiativen basiert.

Aus gesundheitlichen Gründen musste er 1877 New York verlassen und kehrte mit seiner Frau und den drei Söhnen nach Deutschland zurück. Er zog nach Frankfurt und wohnte mit seiner Familie in der Siesmayer-Mendelssohn-Straße; hier wurde auch seine Tochter geboren. Charles Hallgarten blieb amerikanischer Staatsbürger. In den 31 Jahren bis zu seinem Tod transferierte er Millionen von New York nach Frankfurt. Das Geld wurde für soziale, kulturelle und politisch-demokratische Zwecke eingesetzt. Ostern 1889 wurde auf seine Initiative die erste „Hilfsschule“ gegründet. Charles Hallgarten starb im Jahre 1908; er liegt auf dem Alten Jüdischen Friedhof in der Rat-Beil-Straße begraben.